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	<title>Wien &#8211; K2-Magazine</title>
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	<description>Wir durchleuchten Fakten. Alle. Eventuell. Und wir schreiben darüber. Ernst. Eventuell.</description>
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	<title>Wien &#8211; K2-Magazine</title>
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		<title>Lobautunnel – oder wie Wien die Klimakrise mit Vollgas unterirdisch macht</title>
		<link>https://www.k2-magazine.com/lobautunnel-wien-macht-klimakrise-unterirdisch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[2theMax]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Sep 2025 10:10:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politics]]></category>
		<category><![CDATA[Klimakrise]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist so weit: Wien bekommt endlich seinen eigenen Mega-Tunnel. Der Lobautunnel, eine 8,2 Kilometer lange Betonsymphonie, soll Autos durch ein Naturschutzgebiet lotsen. Ein Projekt, das so visionär ist, dass man sich fragt, ob es nicht direkt aus einem 70er-Jahre-Autoprospekt mit lächelnden Kindern ohne Sicherheitsgurte und rauchenden Eltern davor stammt. Denn wenn etwas die Klimakrise [...]]]></description>
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<p>Es ist so weit: Wien bekommt endlich seinen eigenen Mega-Tunnel. Der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lobautunnel" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lobautunnel</a>, eine 8,2 Kilometer lange Betonsymphonie, soll Autos durch ein Naturschutzgebiet lotsen. Ein Projekt, das so visionär ist, dass man sich fragt, ob es nicht direkt aus einem <a href="https://www.k2-magazine.com/oevp-plan-fluchtstrasseninitiative-klimawandel/" data-type="post" data-id="4159">70er-Jahre-Autoprospekt</a> mit lächelnden Kindern ohne Sicherheitsgurte und rauchenden Eltern davor stammt. Denn wenn etwas die Klimakrise stoppt, dann sind es natürlich »neue Straßen«!</p>



<p>Während weltweit Städte Fahrverbote prüfen, Fahrradwege errichten und den öffentlichen Verkehr ausbauen, setzt Wien auf ein anderes Erfolgsrezept: mehr Asphalt. Schließlich ist es erwiesen: Wenn man ein Feuer löschen will, kippt man ja auch Benzin hinein. Das ist nur konsequent.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Neue Straßen »erhöhen« das Verkehrsaufkommen</h2>



<p>Das Argument der Befürworter: weniger Stau. Ein Evergreen der Verkehrspolitik, gleich nach dem unsterblichen Hit &#8222;Diese Spur ist nur vorübergehend&#8220;. Jahrzehnte an Forschung zeigen, dass neue Straßen den Verkehr <em>erhöhen</em>. Aber warum sollte man auf Wissenschaft hören, wenn Baukonzerne so überzeugend sagen: &#8222;Wir brauchen Arbeit.&#8220; – Und Arbeit heißt hier: tonnenweise Beton in den Boden kippen, während sich die Natur darüber wundert, wie dumm Homo sapiens eigentlich sein kann.</p>



<p>Die Lobau, ein einzigartiges Naturschutzgebiet, Lebensraum für unzählige Arten, soll geopfert werden – damit SUVs und Pickups ein paar Minuten schneller beim Shoppingcenter ankommen. Das nennt man dann &#8222;Verkehrsentlastung&#8220;. Für wen? Sicher nicht für die Natur, die in Beton gegossen wird. Und bestimmt nicht fürs Klima, das bei jedem Baggerhub ein kleines bisschen mehr den Kopf gegen die Wand schlägt.</p>



<p>Klimaschutz à la Lobautunnel bedeutet: den Motor laufen lassen, während man auf die große Eröffnung wartet. Schließlich will man doch im Cabrio durch die frische Tunnel-Luft düsen – so frisch eben, wie es geht, wenn die Abluftschächte Feinstaub und Stickoxide verteilen wie Konfetti beim Kinderfasching.</p>



<p>Und so wird das Projekt als Jahrhundertwerk verkauft – wahrscheinlich stimmt das sogar. Denn die Kosten steigen garantiert ins Astronomische, die Bauzeit wird wie immer länger dauern, und die Schäden für Klima und Umwelt sind so nachhaltig, dass sie unseren Enkeln noch als Gratiszugabe überreicht werden.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="559" src="https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2025/09/tunnel-1024x559.jpg" alt="Eine Technikerin, die in einer Tunnelröhre Vermessungsarbeiten durchführt, Stichwort Lobautunnel.
(c) AdobeStock" class="wp-image-5332" title="Lobautunnel – oder wie Wien die Klimakrise mit Vollgas unterirdisch macht 1" srcset="https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2025/09/tunnel-1024x559.jpg 1024w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2025/09/tunnel-300x164.jpg 300w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2025/09/tunnel-768x419.jpg 768w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2025/09/tunnel-150x82.jpg 150w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2025/09/tunnel-450x246.jpg 450w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2025/09/tunnel.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Präziser Blick in die Zukunft&#8230; bald auch unter dem Naturschutzgebiet Lobau.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p>Wien gräbt sich ein Loch. Wortwörtlich. Und während sich die Erde aufheizt, buddeln wir uns fröhlich unter die letzten Auwälder – direkt in Richtung Zukunft. Eine Zukunft, in der man zwar keine funktionierende Umwelt mehr hat, dafür aber einen hübschen Tunnel und so schneller woauchimmer ist. Gratulation, Wien: Ihr habt das Auto ins 21. Jahrhundert gerettet – und den Rest gleich mit unterirdisch beerdigt.</p>



<p>Wenn man bedenkt, was man mit den geplanten Kosten von mittlerweile 2,4 Milliarden Euro alles machen könnte&#8230; Um 2 Milliarden Euro könnten beispielsweise über 100 Kilometer Straßenbahnschienen verlegt werden. Derzeit sind laut Wiener Linien alle Gleise der Stadt 172 Kilometer lang.</p>



<p>(Bilder: AdobeStock)</p>
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		<title>Neustifter Kirtag: Wenn Wien auf „Dirndl-Disneyland&#8220; macht und die Tracht von Zalando kommt</title>
		<link>https://www.k2-magazine.com/neustifter-kirtag-wien-dirndl-disneyland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[2theMax]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Aug 2025 08:55:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dolm der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Hinterbänkler]]></category>
		<category><![CDATA[Lokalpolitiker]]></category>
		<category><![CDATA[Neustifter Kirtag]]></category>
		<category><![CDATA[Sturm]]></category>
		<category><![CDATA[Tradition]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>
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					<description><![CDATA[Es gibt Momente im Jahr, da verwandelt sich Wien in eine Art Paralleluniversum, in dem Tracht nicht mehr nur etwas für die steirische Hochzeitsgesellschaft oder das Oktoberfest in München ist. Einer dieser Momente: der Neustifter Kirtag, jener mehrtägige Ausnahmezustand im 19. Bezirk, bei dem selbst eingefleischte Döblinger Weinkenner – sonst streng aufgescheitelt, urban und latent [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Es gibt Momente im Jahr, da verwandelt sich Wien in eine Art Paralleluniversum, in dem Tracht nicht mehr nur etwas für die steirische Hochzeitsgesellschaft oder das Oktoberfest in München ist. Einer dieser Momente: der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Neustifter_Kirtag" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Neustifter Kirtag</a>, jener mehrtägige Ausnahmezustand im 19. Bezirk, bei dem selbst eingefleischte Döblinger Weinkenner – sonst streng aufgescheitelt, urban und latent grantig – kurz vergessen, dass sie eigentlich mit Chardonnay großgezogen wurden – und sich stattdessen in Dirndl und Lederhose werfen.</p>



<p>Plötzlich tragen sie alle Dirndl und Lederhose. Ja, alle. Auch jene Gestalten, die sonst schon beim Wort „Landluft“ einen Asthmaanfall vortäuschen. Man möchte fast meinen, irgendwo in Wien gäbe es ein geheimes Katakombenlager für Billigtrachten von Amazon, das nur für diese Tage geöffnet wird.</p>



<p>Das Faszinierende daran: Während sonst jeder zweite Wiener reflexartig „Kulturaneignung!“ ruft, wenn jemand Chopsticks falsch hält, gilt das beim Kirtag plötzlich nicht. Da dürfen Banker in frisch erworbenen „Lederhos’n made in Bangladesh“ zwischen Standl mit Stelze und Sturm stolpern, glaubend, sie wären ein waschechter Bergbauernsohn – bis sie beim achten Sturm auf dem Kopfsteinpflaster landen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Lokalpolitik in Hochform</h2>



<p>Besonders eindrucksvoll ist der Auftritt jener Spezies, die man sonst nur in der dritten Reihe des Gemeinderats kennt (wenn sie nicht gerade andere Termine haben oder am Klo &#8222;Clash of Clans&#8220; spielen): die <a href="https://www.k2-magazine.com/volksvertreter-verkaufen-das-volk/">Lokalpolitiker</a>. Man kennt diese Spezies sonst nur vom Kleingedruckten im Bezirksblatt, wo sie neben einem Scheckübergabefoto auftauchen. Doch hier, zwischen Sturm und Schmalzbrot, blühen sie auf wie Edelweiß im Kunstlicht.</p>



<p>Während sie im Alltag also eher unsichtbar agieren (und das auch gut so ist), erkennt man sie am Kirtag sofort:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Am zu engen Gilet, das beim dritten Achterl Wein um die Gnade eines Knopflochs bettelt.</li>



<li>Am selbstbewussten „Griaß Eich“, das in etwa so authentisch klingt wie ein Japaner beim Jodeln.</li>



<li>An einer Lederhose, die verdächtig nach <em>„Prime – Lieferung in 24h“</em> aussieht.</li>



<li>Am Blick, der sagt, &#8222;ich hab mich gestern schon beim Sturm-Prozentsatz verschätzt&#8220;.</li>



<li>Und an der geradezu olympischen Disziplin, sich bei jedem Würstelstand mit jedem Standler fotografieren zu lassen, nur um am Montag ein Facebook-Album mit dem Titel „Mitten unter den Leuten“ hochladen zu können.</li>
</ul>



<p>Sie alle eint dasselbe Ziel: „Bitte jemand ein Foto machen, bevor der Knopf am Gilet endgültig kapituliert.“</p>



<p>Während normale Menschen Sturm trinken, um das Leben zu vergessen, trinken sich hier Lokalpolitiker, die sonst unauffälliger sind als ein Hydrant in Meidling, in die 1. Reihe nach vorne. Namen? Bitte:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Franz „Hinterbankl“ Huber</strong>, seit 17 Jahren Ersatzmitglied im Gemeinderat, endlich im Rampenlicht – zumindest, solange er neben dem Maroni-Stand posiert.</li>



<li><strong>Resi Kröpfel</strong>, Bezirksrätin für „Blumenbeete und Tierpatenschaften“, stolz im Dirndl, das so raschelt, als käme es frisch aus dem Karnevalskeller.</li>



<li><strong>Otto Punz</strong>, Nachwuchshoffnungsträger der Bezirkspartei seit 1994, bekannt für das Talent, jedes Achterl Sturm in eine Grundsatzrede über „die Wichtigkeit der Leut’“ zu verwandeln.</li>



<li>Und nicht zu vergessen: <strong>Lieselotte „Selfie“ Brandtner</strong>, die binnen drei Tagen 427 Fotos mit Standlern schießt – und dabei jedes Mal wirkt, als hätte sie gerade entdeckt, dass Würstel aus Fleisch bestehen.</li>
</ul>



<p>Diese Leute regeln sonst Mülltonnenstandorte. Hier aber tun sie so, als könnten sie ganze Bezirke zusammenhalten.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="595" src="https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2025/08/neustifter-kirtag-1024x595.jpg" alt="Der Kopf eines Mannes, der eine Trachtenhut mit großem Gamsbart auf hat, Stichwort Neustifter Kirtag.
(c) AdobeStock" class="wp-image-5257" title="Neustifter Kirtag: Wenn Wien auf „Dirndl-Disneyland&quot; macht und die Tracht von Zalando kommt 2" srcset="https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2025/08/neustifter-kirtag-1024x595.jpg 1024w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2025/08/neustifter-kirtag-300x174.jpg 300w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2025/08/neustifter-kirtag-768x446.jpg 768w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2025/08/neustifter-kirtag-150x87.jpg 150w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2025/08/neustifter-kirtag-450x261.jpg 450w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2025/08/neustifter-kirtag.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Otto Punz hat sich für den heurigen Kirtag zusätzlich 7,90€ investiert und bei Amazon einen neuen Trachtenhut bestellt.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Programmplan für den Neustifter Kirtag (intern für Gemeinderäte\: innen)</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>17:00 Uhr</strong>: Eröffnung durch den Bezirksvorsteher – inklusive fünfminütiger Rede über „Tradition“, die eigentlich nur eine Ode an den Sturm ist.</li>



<li><strong>18:00 Uhr</strong>: <strong>Politikertrachtenparade</strong> – Lederhose spannt, Dirndl knarzt, Applaus höflich.</li>



<li><strong>19:00 Uhr</strong>: <strong>Selfie-Wettbewerb</strong>: Wer schafft die meisten Fotos mit Würstelstandlern, ohne jemals ein Würstel anzufassen?</li>



<li><strong>20:00 Uhr</strong>: <strong>Kollektives Vergessen der Realität</strong>: Sturm, Spritzer und „Sweet Caroline“ auf der Ziehharmonika.</li>



<li><strong>22:00 Uhr</strong>: Heimweg über Kopfsteinpflaster = inoffizielles Rodeo.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Das große Wir-Gefühl im falschen Kostüm</h2>



<p>Der Neustifter Kirtag ist kein Volksfest, sondern eine Massensimulation von Bodenständigkeit. Der Neustifter Kirtag ist aber nicht nur eine Trachtenmesse für Gelegenheits-Tiroler, sondern auch ein sozialer Ausgleichsmechanismus: Hier trifft der alteingesessene Grinzinger Villenbesitzer auf die Floridsdorfer Familie, die extra mit dem 35A angereist ist. Beide eint die gleiche Erkenntnis: Lederhose zwickt überall.</p>



<p>Trotzdem: Es funktioniert. Für ein paar Tage glaubt der Wiener\: die Wienerin tatsächlich, er\: sie sei Teil einer jahrhundertealten Landtradition – bevor er\: sie montags wieder ins Büro hetzt, Latte Macchiato bestellt und über die „hinterwäldlerischen Österreicher“ lästert.</p>



<p>Denn: Solange die Lokalpolitiker Selfies posten, die Knöpfe krachen und der Sturm rinnt wie Hochwasser in Krems, glaubt die Stadt tatsächlich für 72 Stunden, sie sei „ursprünglich“.</p>



<p>Und so bleibt am Ende die große Frage: Ist der Neustifter Kirtag gelebte Wiener Tradition oder einfach nur eine Gelegenheit, ein paar Tage lang so zu tun, als hätte man irgendwo oberhalb der Baumgrenze seine Kindheit verbracht? Antwort: Wurscht. Hauptsache der Sturm rinnt.</p>



<p>(Bilder: Image by <a href="https://pixabay.com/users/garten-gg-201217/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=1557416" target="_blank" rel="noreferrer noopener nofollow">G.C.</a> from Pixabay, AdobeStock)</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Favoriten darf nicht Vösendorf werden!</title>
		<link>https://www.k2-magazine.com/favoriten-darf-nicht-voesendorf-werden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[2theMax]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Dec 2024 08:30:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Insights]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerinitiative]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgermeister]]></category>
		<category><![CDATA[Favoriten]]></category>
		<category><![CDATA[Vösendorf]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>
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					<description><![CDATA[In einer beispiellosen Eskalation der Gemeindepolitik wurde der Bürgermeister der Niederösterreichischen Gemeinde Vösendorf, Hannes Koza, Opfer eines tätlichen Angriffs. Die Tat erschüttert nicht nur die beschauliche Marktgemeinde, sondern schlägt auch in der Wiener Nachbarschaft hohe Wellen. Die Sorge wächst: Wird Favoriten etwa das neue Vösendorf? Die Fakten auf den Tisch Ein (noch unbekannter) Bürger* soll [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>In einer beispiellosen Eskalation der Gemeindepolitik wurde der Bürgermeister der Niederösterreichischen Gemeinde Vösendorf, <a href="https://www.k2-magazine.com/voesendorf-finanzzauber-in-der-verwaltung/" data-type="post" data-id="3095">Hannes Koza</a>, Opfer eines tätlichen Angriffs. Die Tat erschüttert nicht nur die beschauliche Marktgemeinde, sondern schlägt auch in der Wiener Nachbarschaft hohe Wellen. Die Sorge wächst: Wird Favoriten etwa das neue Vösendorf?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Fakten auf den Tisch</h2>



<p>Ein (noch unbekannter) Bürger* soll handgreiflich geworden sein, nachdem sein Antrag auf die Errichtung eines dritten Gartenzwerges in der Einfahrt zu seiner mit zahlreichen Schwarzarbeitern errichteten Villa abgelehnt wurde. Der Bürgermeister, der in einem mutigen Statement betonte, dass „Vösendorf klare Zwergrichtlinien hat“, ließ sich von der Eskalation nicht einschüchtern. „Wir stehen für ein friedliches Zusammenleben, aber drei Gartenzwerge sind eine Provokation!“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wiener Perspektiven: „Das passiert bei uns nicht!“</h2>



<p>In Favoriten, dem kulturellen Schmelztiegel Wiens, ist man alarmiert. Bezirksvorsteher Marcus Franz dazu: „Wir haben schon genug Herausforderungen. Gartenzwergkrisen und Bürgermeisterprügeleien können wir uns nicht leisten! Denn was kommt als nächstes? Werden etwa bald auch <a href="https://www.wienerzeitung.at/a/was-macht-eigentlich-ein-e-nicht-amtsfuehrende-r-stadtraet-in" target="_blank" rel="noreferrer noopener">nicht amtsführende Stadträte ohne Ressort</a> verprügelt?“ „Es kann nicht sein, dass wir hier in Wien bald Zustände haben wie in Vösendorf“, so ein besorgter Bewohner aus Favoriten, während er in einer Mischung aus Empörung und Erleichterung seinen dritten Kebab bestellt. „Das würde unsere Lebensqualität dramatisch verändern!“</p>



<p>Erste Bürgerinitiativen wie <em>„Favoriten bleibt Favoriten“</em> und <em>„Keine Zwerge, keine Schläge!“</em> sammeln jedenfalls bereits Unterschriften.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sozialwissenschaftliche Analysen</h2>



<p>Experten warnen: Wenn Vösendorfer Zustände nach Favoriten überschwappen, könnte dies das fragile Gleichgewicht zwischen Heurigenkultur und Parkplatzsuchverkehr gefährden. „Eine Handgreiflichkeit in Vösendorf mag wie eine lokale Anomalie erscheinen“, sagt Konfliktforscher Dr. Peter Zwergmeier, „aber solche Dynamiken können sich sehr rasch viral verbreiten. Es beginnt immer relativ harmlos – erst kommt eine merkwürdige Sympathie für Kreisverkehre, dann ziehen Menschen, die auf Vororte schwören, verstärkt in diese Gegend, Stichwort Zweitwohnsitz. Und ehe man sich versieht, ist das Image ruiniert.&#8220;</p>



<p>„Vösendorf ist nicht nur geografisch gefährlich nah“, erklärt eine Soziologin der Universität Wien. „Es ist wie eine Metapher für alles, wovor wir uns in der Stadt fürchten: Aggressionen, Abwärtsspiralen, vielleicht sogar riesige Einkaufszentren&#8230;“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Lösungsvorschlag</h2>



<p>Vielleicht braucht Favoriten gar nicht zu befürchten, das neue Vösendorf zu werden. Warum nicht Vösendorf zu Favoriten machen? Ein gemeinsames Zwergenkomitee könnte Konflikte schlichten, während eine Kooperation in Sachen Verkehrsplanung sowohl Gartenzwergfanatiker als auch Antizwerg-Extremisten besänftigen könnte.</p>



<p>In einem dringenden Maßnahmenkatalog plant die Wiener Stadtregierung daher umgehend die Einführung von „Anti-Vösendorf-Schutzmaßnahmen“. Favoriten erhält künftig mehr Kulturveranstaltungen, längere Öffnungszeiten für Beisl und einen verpflichtenden Wiener Schmäh-Kurs für Zugezogene.</p>



<p>Die Lage bleibt angespannt. Doch eins ist klar: Wenn es eines gibt, das Wiener wirklich fürchten, dann ist es ein Leben „wie dort draußen“. Aber vielleicht könnte umgekehrt Vösendorf etwas Favoriten gebrauchen – ein bisschen mehr Gelassenheit. Und den einen oder anderen (Garten-)Zwerg weniger.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="518" src="https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/12/voesendorf-1024x518.jpg" alt="Ein Gartenzwerg mit Hut und Feldstecher, Stichwort Vösendorf.
(c) Pixabay.com" class="wp-image-4602" title="Favoriten darf nicht Vösendorf werden! 3" srcset="https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/12/voesendorf-1024x518.jpg 1024w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/12/voesendorf-300x152.jpg 300w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/12/voesendorf-768x388.jpg 768w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/12/voesendorf-150x76.jpg 150w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/12/voesendorf-450x228.jpg 450w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/12/voesendorf.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Wir haben sogar einen &#8222;streng geheimen&#8220; Überwachungsgartenzwerg, der seine Bilder direkt an die DSN leitet!</figcaption></figure>



<p>K2 – wir haben (darüber hinaus) drei Gartenzwerge in der Einfahrt. In jeder. Seit 1999.</p>



<p>*Name der Redaktion bekannt.</p>



<p>(Bilder: AdobeStock, Pixabay.com)</p>
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