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	<title>SNU &#8211; K2-Magazine</title>
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	<description>Wir durchleuchten Fakten. Alle. Eventuell. Und wir schreiben darüber. Ernst. Eventuell.</description>
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	<title>SNU &#8211; K2-Magazine</title>
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		<title>Sobotka übernimmt »Professur für Sesselkleben, Nebelgranaten &#038; SNU«</title>
		<link>https://www.k2-magazine.com/sobotka-professor-fuer-sesselkleben-und-snu/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[2theMax]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Oct 2024 10:28:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Insights]]></category>
		<category><![CDATA[Nebelgranate]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie übernahm Wolfgang Sobotka heute die neu geschaffene Professur für &#8222;Politisches Sesselkleben, Nebelgranatenwerfen und SNU (Strategisch Notwendiger Unsinn)&#8220; an der Politischen Akademie der Österreichischen Volkspartei. Die Fachrichtung, eigens für ihn eingerichtet, soll künftigen Politikgenerationen die subtilen und weniger subtilen Künste der Machtkonservierung und Öffentlichkeitsverwirrung vermitteln. Die Studierenden erwartet eine praxisorientierte Lehre, [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie übernahm Wolfgang Sobotka heute die neu geschaffene Professur für &#8222;<em>Politisches Sesselkleben, Nebelgranatenwerfen und </em><a href="https://www.k2-magazine.com/marketing-gag-patientenmilliarde/" data-type="post" data-id="3639"><em>SNU</em> <em>(Strategisch Notwendiger Unsinn)</em></a>&#8220; an der Politischen Akademie der Österreichischen Volkspartei. Die Fachrichtung, eigens für ihn eingerichtet, soll künftigen Politikgenerationen die subtilen und weniger subtilen Künste der Machtkonservierung und Öffentlichkeitsverwirrung vermitteln. Die Studierenden erwartet eine praxisorientierte Lehre, die alle relevanten Disziplinen der österreichischen Realpolitik abdeckt.</p>



<p>Professor Dr.hc.mult. Wolfgang Sobotka, Experte in langlebigem Verweilen auf diversen Posten, stellte klar: „Politisches <a href="https://www.duden.de/rechtschreibung/Sesselkleber" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sesselkleben</a> ist nicht nur eine Kunst, sondern eine Wissenschaft. Es erfordert Geduld, Geschick und einen sicheren Umgang mit Nebelgranaten. Wie sonst kann man die nötige Verwirrung stiften, um auch beim lautesten Kritikgewitter sicher im Sessel zu bleiben?“</p>



<p>Im Rahmen seines Lehrplans plant er, Kurse anzubieten wie:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Grundlagen des Nebelgranatenwerfens I &amp; II</strong> <br>Ein Einführungskurs in das gekonnte Abwehren kritischer Fragen.</li>



<li><strong>SNU Advanced</strong><br>Die feine Balance zwischen Plattitüden und strategischem Unsinn. Der bereits ausgebuchte Spezialkurs <em>Scheintransparenz</em> zeigt, wie man so tut, als ob man Klarheit schaffen möchte, ohne wirklich irgendetwas preiszugeben.</li>



<li><strong>Sesselklebetechnik – die Grundlagen</strong><br>Gelehrt werden die Grundlagen des politischen Überlebens, inklusive subtiler Machterhaltungsstrategien und der Kunst, Rücktrittsforderungen überzeugend zu kontern.</li>



<li><strong>Sesselklebetechniken für Fortgeschrittene</strong><br>Die Wissenschaft des Festhaltens in unruhigen Zeiten – sozusagen ein &#8222;Best of&#8220; Sobotka´s Karriere.<br><br></li>
</ul>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="612" src="https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/10/sobo-1024x612.jpg" alt="Nebel, Stichwort Sobotka.
(c) Pixabay.com" class="wp-image-4447" title="Sobotka übernimmt »Professur für Sesselkleben, Nebelgranaten &amp; SNU« 1" srcset="https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/10/sobo-1024x612.jpg 1024w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/10/sobo-300x179.jpg 300w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/10/sobo-768x459.jpg 768w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/10/sobo-150x90.jpg 150w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/10/sobo-450x269.jpg 450w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/10/sobo.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Hier sehen sie Prof. Sobotka bei der feierlichen Zeremonie »nicht«, weil ihm soeben eine Nebelgranate ausgekommen ist.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Prof. Sobotka – ein Großmeister seines Faches</h2>



<p>Die Professur eines &#8222;Großmeisters seines Faches&#8220; stößt bereits auf reges Interesse. Der Lehrstuhl, so wird versichert, sei maßgeschneidert für Sobotka und seine meisterhafte Fähigkeit, auf jedem erdenklichen politischen Parkett standhaft zu kleben und dabei die wildesten Manöver zu vollführen.</p>



<p>Gerüchte über eine mögliche Einführung einer Professur für <em>Polemik und populistischen Diskurs</em> unter Leitung eines seiner ehemaligen Parteikollegen seien indes (noch) &#8222;Nebelgranaten ohne jeden Wahrheitsgehalt&#8220;, wie Sobotka verkünden ließ.</p>



<p>K2 – wir wissen, wo Sobotka´s Haustür ist. Seit 1999.</p>



<p>(Bilder: AdobeStock, Pixabay.com)</p>
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			</item>
		<item>
		<title>+++Exklusiv+++ Geheimes Gesprächsprotokoll zum »Marketing-Gag Patientenmilliarde«</title>
		<link>https://www.k2-magazine.com/marketing-gag-patientenmilliarde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[2theMax]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Apr 2024 08:14:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politics]]></category>
		<category><![CDATA[Gesprächsprotokoll]]></category>
		<category><![CDATA[Hartinger-Klein]]></category>
		<category><![CDATA[Kurz]]></category>
		<category><![CDATA[Patientenmilliarde]]></category>
		<category><![CDATA[SNU]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie vor wenigen Tagen von der ehemaligen ”Wer-schafft-die-Arbeit“ Bundesministerin für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz der Republik Österreich, Beate Hartinger-Klein, bestätigt, war die hochgepriesene »Patientenmilliarde« der Regierung Kurz nicht mehr – aber auch nicht weniger – als ein Marketing-Gag. Zur Erinnerung: Don Sebastian und seine getreuen versprachen, dass aufgrund der Reform der Krankenkassen die damit verbundenen Einsparungen [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Wie vor wenigen Tagen von der ehemaligen ”Wer-schafft-die-Arbeit“ Bundesministerin für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz der Republik Österreich, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Beate_Hartinger-Klein" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Beate Hartinger-Klein</a>, bestätigt, war die hochgepriesene »Patientenmilliarde« der Regierung Kurz nicht mehr – aber auch nicht weniger – als ein Marketing-Gag. Zur Erinnerung: Don Sebastian und seine getreuen versprachen, dass aufgrund der Reform der Krankenkassen die damit verbundenen Einsparungen von einer Milliarde Euro allen Österreicherinnen und Österreichern zugute kommen würden. </p>



<p>Das Wording »Partientenmilliarde« war jedoch lediglich den „Marketingspezialisten“ aus dem Bundeskanzleramt geschuldet, namentlich Johannes Frischmann und Gerald Fleischmann (beide ÖVP). Denn laut einem Bericht des Rechnungshofs von 2022 hatte die Reform 215 Millionen Euro an Kosten(!) verursacht, statt die versprochenen Einsparungen von einer Milliarde zu bringen.</p>



<p>Wie es zu dieser ominösen PR- und Marketingaktion der Regierung gekommen ist, zeigt nun ein Gesprächsprotokoll der damals verantwortlichen Experten aus dem Kabinett des Kanzlers, das K2-Magazine exklusiv vorliegt. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Einladung: Besprechung Wording Patientenmilliarde</h2>



<p>Der Ort der Besprechung: Ein luxuriöser Besprechungsraum im Bundeskanzleramt, gedämpftes Licht, das Flimmern von Monitoren erhellt die Gesichter der Anwesenden.</p>



<p>Zeitpunkt: 03. September 2018, 09:30h &#8211; 14:00h.</p>



<p>Anwesende: Fl, Fr</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p>FL: Guten Morgen. Wie du weißt, steht unsere neue PR-Kampagne zur »Patientenmilliarde« kurz vor der Enthüllung. Ich möchte sicherstellen, dass wir alle auf dem gleichen Stand sind, wenn es darum geht, die Story großflächig zu streuen.</p>



<p>Fr: Absolut. Unsere Aufgabe ist es, diese &#8218;Milliarde&#8216; als das Nonplusultra in der Gesundheitsversorgung darzustellen – auch wenn es nur eine glänzende Fassade ist. Wir könnten anfangen, indem wir es so darstellen, als würden wir das Gesundheitssystem revolutionieren. Du weißt schon, mit glücklichen Patienten, die in Sonnenuntergängen spazieren gehen und Ärzten, die Regenbogen aus ihren Kitteln ziehen.</p>



<p>Fl: Klingt nach einem Plan. Aber was ist mit den Fakten?</p>



<p>Fr: Fakten? Ach komm, hast du schlecht geschlafen? Das interessiert doch niemanden. Wir werden einfach ein paar schöne Grafiken mit bunten Balken und Zahlen erstellen. Hauptsache, es sieht beeindruckend aus.</p>



<p>Fl: Aber was ist, wenn die Leute nachfragen, wo das Geld wirklich hingeht?</p>



<p>Fr: Mach dir keine Sorgen, wir haben doch unsere <a href="https://www.k2-magazine.com/rueckrufmail-der-oevp-aufgetaucht/" data-type="post" data-id="2536">SNUs (Anmerkung: Strategisch notwendiger Unsinn)</a>. Wir werden einfach ein paar unschuldige Sündenböcke finden, auf die wir die Schuld schieben können. Vielleicht ein Krankenhaus oder ein paar rote Ärzte – irgendjemand wird schon herhalten müssen.</p>



<p>Fl: Aber werden die Leute das wirklich glauben?</p>



<p>Fr: Natürlich werden sie das! Solange wir es mit genug Überzeugung verkaufen und die Medien auf unserer Seite haben, werden sie alles schlucken, was wir ihnen vorsetzen.</p>



<p>Fl: Na gut, wenn du meinst. Aber was ist, wenn jemand den Schwindel durchschaut?</p>



<p>Fl: Dann spielen wir einfach die Opferkarte aus. Wir werden behaupten, dass wir nur unser Bestes getan haben, um das Gesundheitssystem zu verbessern, und dass es wirklich die Schuld der anderen ist, dass es nicht funktioniert hat. Die Leute lieben doch ein gutes Drama.</p>



<p>Fr: Genau. Wir müssen den Medien und der Öffentlichkeit das Bild vermitteln, dass unser Kanzler wirklich um das Wohlergehen der Bürger besorgt ist, auch wenn die Realität etwas anders aussieht.</p>



<p>Fl: Richtig. Unsere Strategie ist es, die Aufmerksamkeit von den tatsächlichen Problemen im Gesundheitssystem abzulenken und stattdessen die Erfolge unserer &#8218;Milliarde&#8216; zu betonen. Wir müssen die Bürger davon überzeugen, dass wir ihre Probleme lösen, auch wenn wir nur am Kanzlerimage interessiert sind.</p>



<p>Fr: Ich schlage vor, dass wir die Medien jedenfalls auch mit beeindruckenden Statistiken überhäufen, die zeigen, wie viele Leben unsere &#8218;Milliarde&#8216; angeblich gerettet hat. Wir könnten auch einige wohlplatzierte Testimonials von angeblich dankbaren Patienten verwenden.</p>



<p>Fl: Ausgezeichnete – now we are talking! Und vergiss nicht die Social-Media-Kampagne. Wir müssen sicherstellen, dass jeder, der unsere Regierungsaccounts folgt, mit euphorischen Nachrichten über die &#8218;Milliarde&#8216; bombardiert wird. Ein paar Emojis können auch nicht schaden.</p>



<p>Fr: Ein bisschen Bauchweh hab ich trotzdem. Was machen wir, wenn die üblichen Medien wieder anfangen, Fragen zu stellen und sie konkrete Zahlen und Ergebnisse sehen wollen?</p>



<p>Fl: Davon ist leider auszugehen! Einerseits können wir das sicher ein wenig mit der Inseratenstopp-Keule abfangen. Und zusätzlich sollten wir eine Pressekonferenz einberufen, auf der wir eine Liste von angeblichen Projekten vorlegen, die dank der &#8218;Milliarde&#8216; finanziert werden sollen. Nichts Konkretes natürlich, nur genug, um sie abzulenken.</p>



<p>Fr: Ok – wir können dafür ein paar PowerPoint-Folien vorbereiten, die zeigen, wie viel Gutes wir angeblich tun werden. Vielleicht ein paar nette Grafiken für die visuelle Wirkung.</p>



<p>Fl: Und vergiss nicht die Buzzwords: &#8218;Revolution&#8216;, &#8218;Innovation&#8216;, &#8218;Zukunftssicherung&#8216;. Je mehr Buzzwords, desto weniger Fragen werden gestellt.</p>



<p>Fr: Perfekt. Lasst uns das vorbereiten und sicherstellen, dass die Medien es als Sensation verkaufen. Wir müssen den Fokus von den leeren Versprechungen weglenken und das Märchen von der &#8218;Patientenmilliarde&#8216; am Leben erhalten.</p>



<p>Fl: So ist es! Denken wir daran, dass es nicht darauf ankommt, was wirklich hinter den Kulissen passiert, sondern wie wir es der Öffentlichkeit verkaufen. Auf eine erfolgreiche Enthüllung!</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p>Ende des Gesprächsprotokolls.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="595" src="https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/04/patientenmilliarde-1024x595.jpg" alt="Ein Retro-Zimmer mit Ledersessel, Telefon, altem Radio und Aufnahmegerät, Stichwort Patientenmilliarde.
(c) AdobeStock" class="wp-image-3644" title="+++Exklusiv+++ Geheimes Gesprächsprotokoll zum »Marketing-Gag Patientenmilliarde« 2" srcset="https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/04/patientenmilliarde-1024x595.jpg 1024w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/04/patientenmilliarde-300x174.jpg 300w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/04/patientenmilliarde-768x446.jpg 768w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/04/patientenmilliarde-150x87.jpg 150w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/04/patientenmilliarde-450x261.jpg 450w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/04/patientenmilliarde.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">In diesem abhörsicheren Hochsicherheitsraum fand die geheime Unterredung zum Thema Patientenmilliarde statt.</figcaption></figure>



<p>Anmerkung: Aus Datenschutzgründen mussten wir die Inhalte anonymisieren.</p>



<p>K2 – auch wir sind ein nur Kosten verursachender Marketing-Gag. Seit 1999.</p>



<p>(Bilder: AdobeStock)</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Erste Inhalte der »Leit-Kultur« geleakt – ein Tanz auf dem Vulkan der Vorurteile</title>
		<link>https://www.k2-magazine.com/erste-inhalte-der-leit-kultur-geleakt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[2theMax]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Mar 2024 08:16:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politics]]></category>
		<category><![CDATA[Leit-Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Leitkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Raab]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[SNU]]></category>
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					<description><![CDATA[In einem Akt kafkaesker Absurdität wurde Frauen- und Integrationsministerin Susanne Raab damit beauftragt, für Österreich eine neue »Leit-Kultur« zu erstellen. Und weil sie selber darüber zu wenig weiß, bildete sie einen Arbeitskreis mit sorgfältig ausgewählten Ignoranten, Tunnelblick-Trägern und Rückwärtsdenkern und -innen. Ziel der Übung ist es, der Öffentlichkeit ein Dokument vorzulegen, das die Werte und [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>In einem Akt kafkaesker Absurdität wurde Frauen- und Integrationsministerin <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Susanne_Raab" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Susanne Raab</a> damit beauftragt, für Österreich eine neue »Leit-Kultur« zu erstellen. Und weil sie selber darüber zu wenig weiß, bildete sie einen Arbeitskreis mit sorgfältig ausgewählten Ignoranten, Tunnelblick-Trägern und Rückwärtsdenkern und -innen. Ziel der Übung ist es, der Öffentlichkeit ein Dokument vorzulegen, das die Werte und Normen einer »wahren« österreichischen Identität definiert.</p>



<p>Die »Leit-Kultur«, die so hartnäckig von der Regierung propagiert wird, dass man fast schon mutmaßen könnte, es wäre ein <a href="https://www.k2-magazine.com/rueckrufmail-der-oevp-aufgetaucht/" data-type="post" data-id="2536">SNU (strategisch notwendiger Unsinn)</a>, um von brisanten Themen abzulenken, ist jedenfalls eine Sammlung von Klischees, Stereotypen und überholten Vorstellungen, die selbst den wildesten Fantasien eines zurückgebliebenen Nationalisten entsprechen würden. Unter dem Motto &#8222;Zurück zu den Wurzeln oder Raus aus Österreich&#8220; enthält sie eine Reihe von Richtlinien, die als wesentlich erachtet werden, um die nationale Identität zu stärken.</p>



<p>&#8222;Es ist höchste Zeit, dass wir wieder einen klaren Kurs einschlagen&#8220;, erklärt ein anonym bleiben wollendes Arbeitskreismitglied mit strengem Blick. &#8222;Unsere Kultur ist nicht verhandelbar und vielmehr in Gefahr, von Fremdeinflüssen überrollt zu werden. Es ist an der Zeit, dass wir uns auf das besinnen, was uns wirklich ausmacht: Schnitzel, Walzer und einen grundsoliden Hang zur Ignoranz. Denn wenn wir nicht aufpassen, enden wir alle damit, Pizza zu essen und Tango zu tanzen wie die Italiener!&#8220;</p>



<p>Wir von K2-Magazine konnten einen Blick auf ein erstes streng geheimes internes »Leit-Kultur-Konzept« werfen. Hier sind einige Highlights daraus:</p>



<h2 class="wp-block-heading">»Leit-Kultur« – oder ein absurder Versuch, Österreichs Vielfalt zu unterdrücken</h2>



<p><strong><em>Dirndl und Lederhosen als Amtstracht</em></strong><br>Jede Bürgerin und jeder Bürger Österreichs wird angewiesen, sein Dirndl oder seine Lederhose mindestens dreimal pro Woche zu tragen. Wer sich weigert, wird mit einem Verweis auf vermeintlich &#8222;verlorenen Werte&#8220; bestraft. Alle, die bis dato weder Dirndl noch Lederhose besitzen, erhalten nach Einreichen der Rechnung inklusive Staatsbürgerschaftsnachweis einen 148,32 %-igen Kostenersatz.</p>



<p><strong><em>Pflicht zum Tragen von Trachtenhüten</em></strong><br>Natürlich sind Dirndl und/ oder Lederhose nur die halbe Miete. Daher wird (auch) das Tragen von Trachtenhüten zur gesetzlichen Vorschrift erhoben. Wer keinen Hut trägt, wird öffentlich an den Pranger gestellt und muss den &#8222;Radetzkymarsch&#8220; singen, bis er/ sie sich besinnt.</p>



<p><strong><em>Wienerschnitzel-Pflicht</em></strong><br>Es wird zur Pflicht erklärt, mindestens einmal täglich ein Wiener Schnitzel und/ oder Schnitzelsemmel zu essen. Vegetarier und Veganer werden freundlich darauf hingewiesen, dass ihre Lebensweise eine Bedrohung für die österreichische Kultur darstellt. Im Zuge dessen wird es auch ein Verbot des Verzehrs von Döner Kebab und Falafel geben – es sei denn, sie werden mit Wiener Schnitzel serviert.</p>



<p><strong><em>Walzer als Nationalsport</em></strong><br>Jede Bürgerin und jeder Bürger muss in der Lage sein, den Wiener Walzer zu tanzen. Wer es nicht kann, wird zur Teilnahme an Intensivkursen in Volkstanz verpflichtet. Körperliche Bestrafungen für schlechte Tanzleistungen sind nicht ausgeschlossen. &#8222;Es ist an der Zeit, dass wir uns von diesen ausländischen Tänzen wie Salsa, Tango oder Hip-Hop distanzieren. Unsere Jugendlichen sollen keine Zeit mit solchem Unsinn verschwenden, wenn sie stattdessen die glorreiche Tradition des Wiener Walzers erlernen können,&#8220; so bereits weiter oben zitiertes Arbeitskreismitglied.</p>



<p><strong><em>Fremdsprachenverbot</em></strong><br>Das Sprechen von Fremdsprachen wird als Verrat an der Nation betrachtet. Wer dabei erwischt wird, wird zur Teilnahme an &#8222;Pflichtkursen für reines Österreichisch&#8220; verpflichtet, die von einem Chor nationalistischer Dichter geleitet werden. </p>



<p><strong><em>Jodeln beim Betreten öffentlicher Gebäude</em></strong><br>Um auch das heimische Liedergut gebührend zu würdigen, muss künftig jede und jeder beim Betreten eines öffentlichen Gebäudes jodeln. Zu diesem Zweck werden spezielle Eingangsschranken installiert, vergleichbar mit den Security Checks an Flughäfen, die erst dann ein Betreten des Gebäudes ermöglicht, nachdem man 30 Sekunden gejodelt hat. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird es streng getaktete Timeslots geben, damit es in der Früh bzw. am Vormittag nicht zu zusätzlichen Verzögerungen beim Betreten ihrer Amtsstuben kommt.</p>



<p><strong><em>Förderung von Anstand und Höflichkeit</em></strong><br>&#8222;Es ist an der Zeit, dass wir zurückkehren zu einer Zeit, in der Menschen einander respektvoll behandeln. Das bedeutet, dass man sich beim Anstellen nicht vordrängelt, dass man seinen Müll in die Mülltonne wirft, und dass man beim Essen nicht mit vollem Mund spricht. Die Einhaltung dieser Maßnahmen werden von speziell geschulten »Anstands- und Höflichkeitsräten« überwacht&#8220;, so das anständig motivierte Arbeitskreismitglied.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="550" src="https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/03/leitkultur-1024x550.jpg" alt="Ein Teller mit einem Schnitzel mit Pommes, Stichwort Leit-Kultur.
(c) AdobeStock" class="wp-image-3558" title="Erste Inhalte der »Leit-Kultur« geleakt – ein Tanz auf dem Vulkan der Vorurteile 3" srcset="https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/03/leitkultur-1024x550.jpg 1024w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/03/leitkultur-300x161.jpg 300w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/03/leitkultur-768x413.jpg 768w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/03/leitkultur-150x81.jpg 150w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/03/leitkultur-450x242.jpg 450w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/03/leitkultur.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Unser tägliches Schnitzel gib uns heute&#8230;</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">OeVP – die Old Vashioned Party</h2>



<p>Kritiker werfen Raab vor, eine rückwärtsgewandte Agenda zu verfolgen, die das Land isolieren und seine Vielfalt unterdrücken könnte. &#8222;Diese Leit-Kultur ist nichts weiter als ein Versuch, die Menschen in ein enges Korsett zu zwängen und jegliche Form von kultureller Diversität zu ersticken. Anstatt Vielfalt zu feiern und sich den Herausforderungen der modernen Welt zu stellen, verschanzt sich die ÖVP-dominierte Regierung hinter einem Schleier aus Nostalgie und Engstirnigkeit. &#8222;, so ein Sprecher einer Menschenrechtsorganisation. &#8222;Österreich ist mehr als nur Schnitzel und Walzer. Es ist Zeit, dass Ministerin Raab das akzeptiert.&#8220;</p>



<p>Trotz der Kritik scheint Ministerin Raab entschlossen, ihren Kurs fortzusetzen. &#8222;Diese Leit-Kultur ist der erste Schritt auf dem Weg zu einem stärkeren, reinrassigen Österreich. Wer sich nicht anpasst, wird die Konsequenzen tragen müssen. Und das ist ein Versprechen, das ich nicht nur meinen Landsleuten, sondern auch den Zuwanderern gebe!&#8220;</p>



<p>Während Ministerin Raab und ihre AK-Mitglieder also weiterhin in ihrer selbstgeschaffenen Blase der Ignoranz verharren, bleibt zu hoffen, dass die vernünftigen Bürgerinnen und Bürger Österreichs sich gegen diesen absurden Rückschritt zur Wehr setzen und für eine offene, tolerante Gesellschaft kämpfen, die den Herausforderungen der Gegenwart gewachsen ist.</p>



<p>K2 – wir tanzen jodelnd Walzer beim Schnitzel Essen. Seit 1999.</p>



<p>(Bilder: Screenshot, AdobeStock)</p>
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