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	<title>Preise &#8211; K2-Magazine</title>
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	<description>Wir durchleuchten Fakten. Alle. Eventuell. Und wir schreiben darüber. Ernst. Eventuell.</description>
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	<title>Preise &#8211; K2-Magazine</title>
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		<title>Konsumenten und Supermarkt-Giganten stöhnen – die einen wegen der Inflation, die anderen wegen den Geldbergen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[2theMax]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Aug 2025 08:12:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Economy]]></category>
		<category><![CDATA[Gierflation]]></category>
		<category><![CDATA[Inflation]]></category>
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					<description><![CDATA[In den goldenen Hallen der heimischen Supermarkt-Giganten bahnt sich ein Drama an, das von den Leitmedien schmerzhaft ignoriert wird. Während der kleine Mann – &#8222;Frau Österreicher&#8220; und &#8222;Otto Normalverbraucher&#8220; – seine letzten Ersparnisse für die monatliche Ration Packerlsuppen und ein halbes Kilo Faschiertes opfert, platzen die Konten der Handelsriesen aus allen Nähten. Es ist ein [...]]]></description>
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<p>In den goldenen Hallen der heimischen Supermarkt-Giganten bahnt sich ein Drama an, das von den Leitmedien schmerzhaft ignoriert wird. Während der kleine Mann – &#8222;Frau Österreicher&#8220; und &#8222;Otto Normalverbraucher&#8220; – seine letzten Ersparnisse für die monatliche Ration Packerlsuppen und ein halbes Kilo Faschiertes opfert, platzen die Konten der Handelsriesen aus allen Nähten. Es ist ein trauriger Anblick, wie diese tapferen Konzerne mit dem unerwarteten Reichtum kämpfen, den die <a href="https://www.inflation-deflation.de/gierflation.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">grassierende Inflation</a> über sie ausschüttet.</p>



<p>Stellen Sie sich vor: Der CEO eines bekannten Lebensmittelkonzerns muss sein Büro vergrößern, nur um die Geldscheine zu stapeln, die seit Jahresbeginn in seine Kassen gespült werden. Mitarbeiter berichten von nächtlichen Überstundenmarathons, um die Tresore zu leeren, weil sie unter dem Druck der neuen Huntert-Euro-Scheine nachzugeben drohen. Es ist ein logistischer Albtraum, den die tapferen Manager mit stoischer Gelassenheit meistern.</p>



<p>Analysten berichten von einer Wende im Konsumverhalten, die frappierend ist: Das Budget für Freizeit und Kultur schrumpft schneller als ein Schneemann in der Hitzewelle, während die Ausgaben für Lebensmittel in schwindelerregende Höhen steigen. Der wöchentliche Kinobesuch? Gestrichen. Das Jahresabo im Fitnessstudio? Gekündigt. Das neue Hobby &#8222;Japanisch lernen&#8220;? Auf unbestimmte Zeit verschoben. All das, um die explodierenden Kosten für Nahrungsmittel zu stemmen.</p>



<p>Besonders absurd: Das <a href="https://www.k2-magazine.com/bierpreis-ueber-10-euro-fuer-ein-seidel/">berüchtigte &#8222;Bier-Paradoxon&#8220;</a>. In Deutschland, dem Land der vermeintlich geizigen Schwaben und Rheinländer, wird österreichisches Bier teilweise günstiger verkauft als in der Heimat selbst. Man stelle sich das vor: Ein Steirer, der mit dem Auto nach Bayern fährt, nur um das heimische Hopfengetränk zu einem fairen Preis zu erstehen. Früher nannte man das &#8222;Ausflug&#8220;, heute ist es eine &#8222;wirtschaftliche Notwendigkeit&#8220;.</p>



<p>Die neue Supermarkt-Ära ist angebrochen: Man kann sich zwar nichts mehr leisten, um es ins Wagerl zu geben, aber wenigstens glänzt das Wagerl selbst. Auch die Rewe-Gruppe plant eine revolutionäre Neuerung: Die hauseigene Billiglinie &#8222;clever&#8220; wird in Zukunft nicht mehr &#8222;clever&#8220; heißen, sondern &#8222;intelligent&#8220;. Nicht, weil sich etwas an den Inhaltsstoffen ändert, sondern weil man intelligent genug ist, den gleichen Preis wie für die Markenware zu verlangen.</p>



<p>Und so stehen wir alle, die wir uns mutig in die Schlacht um das &#8222;Preis-Leistungs-Verhältnis&#8220; stürzen, vor dem Regal mit dem letzten 50%-verbilligt-Brot von vorgestern und fühlen uns auf eine mysteriöse Art und Weise reich. Reich an Erfahrung, an Bescheidenheit und am Verständnis, dass Geld allein nicht glücklich macht. Es macht nur satt. Aber auch das nur noch sehr kurz.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="566" src="https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2025/08/supermaerkte-1024x566.jpg" alt="Obst, Gemüse, Eier und die Hand eines Mannes, der 3 Hundert-Euro-Scheine davor hält.
(c) AdobeStock" class="wp-image-5206" title="Konsumenten und Supermarkt-Giganten stöhnen – die einen wegen der Inflation, die anderen wegen den Geldbergen 1" srcset="https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2025/08/supermaerkte-1024x566.jpg 1024w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2025/08/supermaerkte-300x166.jpg 300w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2025/08/supermaerkte-768x424.jpg 768w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2025/08/supermaerkte-150x83.jpg 150w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2025/08/supermaerkte-450x249.jpg 450w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2025/08/supermaerkte.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Wir haben den Test gemacht: Obst, Gemüse, Eier – und das Wechselgeld vom 500er, mit dem wir bezahlt haben.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Tu creativus Austria</h2>



<p>Doch während die Supermarktregale uns mit ihren Preisen in die Knie zwingen, scheint sich in Österreich eine neue Bewegung zu formieren. Die Leute entdecken, dass die teuerste Freizeit diejenige ist, die sie sich nicht mehr leisten können. Das traditionelle Kulturleben, einst die DNA der Alpenrepublik, ist praktisch tot. Ein Opernbesuch? Nicht, wenn das Geld für ein Ticket den Monatseinkauf im Supermarkt sichert. Die neue Oper heißt &#8222;Billa-Sinfonie&#8220;, inszeniert im Gang 7, wo die Arie von der abgelaufenen Joghurtpackung gesungen wird.</p>



<p>So finden sich die Menschen, von der Inflation gebeutelt, auf einer Reise zurück zu den Wurzeln des Freizeitvergnügens. Und was war vor Netflix, vor dem Fitnessstudio, vor dem teuren Wochenendausflug? Ein Blick auf die neuen Freizeittrends verrät uns, was die Österreicher und -innen stattdessen machen:</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fensterbrett-Tomaten-Zucht</h2>



<p>Der Balkon wird zur Farm, der Gärtner zum neuen Rockstar. Statt des teuren Gemüses im Supermarkt, wird nun auf dem Fenstersims gezüchtet. Eine neue Form des Abenteuers: Wird die Tomate reif? Reicht sie für eine ganze Mahlzeit? Wird sie vor dem ersten Frost geerntet? Wer braucht schon einen teuren Abenteuerurlaub, wenn er täglich gegen Blattläuse kämpfen muss?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kreative Küchenchefs – die neuen Popstars</h2>



<p>&#8222;Wir stellen fest, dass das Abendprogramm der Österreicher immer mehr von Kochsendungen dominiert wird&#8220;, so ein Soziologe. &#8222;Es geht nicht mehr darum, sich inspirieren zu lassen, sondern darum, die effizienteste Methode zu finden, aus einem Päckchen Nudeln und einem Viertel Kilo Faschiertem ein Essen für die ganze Woche zu zaubern. Der &#8218;Kreative Küchenchef&#8216; ist der neue Popstar.&#8220;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das &#8222;Reichsein-Spielen&#8220;</h2>



<p>Man träumt nicht mehr vom Lotto-Sechser, man träumt vom Einkauf im &#8222;Spreewald-Supermarkt&#8220; in Deutschland, wo die heimischen Gurken und das heimische Bier billiger sind als in der Heimat selbst. Man besucht Flohmärkte, um zu erfahren, wie sich ein Leben mit Besitz anfühlt. Man tauscht Kleidung und Dekoartikel, um das Gefühl zu haben, etwas Neues zu besitzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Pilze suchen im Wald</h2>



<p>Der Wald ist der neue Spielplatz, die Pilze sind das neue Gold. Mit Körben bewaffnet, die aus alten Einkaufstaschen gebastelt wurden, streifen die Menschen durch die Wälder. Die Pilze sind nicht nur eine Mahlzeit, sie sind ein Symbol der Hoffnung. Ein Pilz ist kein Geld, ein Pilz ist Freiheit.</p>



<p>Es ist eine Revolution, die leise beginnt. Von der Inflation gezwungen, entdecken die Österreicher ihre Kreativität und erfinden neue, unkonventionelle Hobbys. Es ist ein trauriger, aber auch inspirierender Anblick.</p>



<p>Und so sitzt der Durchschnittsösterreicher nun abends daheim, schaut seine neu erworbenen Lebensmittel-Vorräte an, und findet in diesem Anblick einen seltsamen Trost. Ein voller Kühlschrank ist das neue Statussymbol. Wer einen gut gefüllten Tiefkühler hat, hat es geschafft. Der Wochenendtrip nach Rom? Kann warten. Denn wer braucht schon das Kolosseum, wenn man eine Packung Kaisersemmeln im Supermarkt erobern konnte? Die Zeiten ändern sich. Und der Magen knurrt lauter als die Sehnsucht nach Kultur.</p>



<p>(Bilder: AdobeStock)</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Inflation bei 3,5% – Gastro kostet das zig-fache, verdient aber &#8222;nix&#8220; – #Wirtshausdystopie</title>
		<link>https://www.k2-magazine.com/gastro-steigen-kein-gewinn-wirtshausdystopie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[2theMax]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Aug 2025 10:35:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Economy]]></category>
		<category><![CDATA[Gastro]]></category>
		<category><![CDATA[Inflation]]></category>
		<category><![CDATA[Jammern]]></category>
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		<category><![CDATA[Schnitzel]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtshausdystopie]]></category>
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					<description><![CDATA[Österreich, das Land der Berge, Seen und wirtschaftlich schwer traumatisierten Wirte. Während die Statistik Austria ganz entspannt 3,5 % Inflation vermeldet (Anmerkung: 2,1% im Durchschnitt in der Eurozone), eskaliert die Gastronomie weiterhin mit Preisen, als hätte man in der Küche Goldpanier entdeckt. Die Gäste zahlen mit Kreditkarten, die beim Zahlen anfangen zu weinen, während der [...]]]></description>
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<p>Österreich, das Land der Berge, Seen und wirtschaftlich schwer traumatisierten Wirte. Während die Statistik Austria <a href="https://www.derstandard.at/story/3000000281770/inflation-bei-35-prozent-gastronomen-kassieren-fuer-mittagsmenues-50-prozent-mehr-als-vor-fuenf-jahren" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ganz entspannt 3,5 % Inflation</a> vermeldet (Anmerkung: 2,1% im Durchschnitt in der Eurozone), eskaliert die Gastronomie weiterhin mit Preisen, als hätte man in der Küche Goldpanier entdeckt. Die Gäste zahlen mit Kreditkarten, die beim Zahlen anfangen zu weinen, während der Wirt hinten im Schankraum klagt, dass trotz <a href="https://www.k2-magazine.com/restaurant-21e-gebuehr-fuer-sauberes-besteck/">39,90 Euro für ein Schnitzel</a> &#8222;kan wos übableibt&#8220;.</p>



<p>Während Billa &amp; Co. noch versuchen, die Preise mit &#8222;Super Schnäppchen!&#8220;-Aufklebern zu kaschieren, geht in der Gastronomie das große Drama weiter: Preise wie in Zürich, dafür ein Service wie in Sobotka´s WhatsApp-Verlauf – unübersichtlich, lückenhaft, &#8222;Kurz&#8220; angebunden und vor allem eins: doppelt so teuer wie noch vor fünf Jahren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Soda Zitron für 9,50 – aber &#8222;wir arbeiten am Limit&#8220;</h2>



<p>In der Gastro läuft’s wie beim Almabtrieb. Nur rückwärts: laut, panisch und immer in Richtung Abgrund. Die Portionen schrumpfen, die Preise explodieren, und der Gast ist laut Wirten schuld, weil er <em>schon wieder</em> fragt, ob die Suppe aus der Packung kommt. Natürlich kommt sie aus der Packung – mit feinstem Tetra Pak-Terroir, Jahrgang &#8222;Scheiß dir nix 2022&#8220;.</p>



<p>Das Menü ist ein QR-Code auf einem Ikea-Holzbrett, die Bedienung trägt Supreme-Shirt und Misstrauen, und das Trinkgeld wird stillschweigend mit 20 % gleich automatisch in die Rechnung eingebaut – &#8222;wegen Inflation, du verstehst&#8220;. Und wer sich traut, nach Leitungswasser zu fragen, riskiert gesellschaftlichen Ausschluss und ein Hausverbot in ganz Mariahilf und Neubau.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gastro-Mathematik für Fortgeschrittene</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wareneinsatz: 3,20 €</li>



<li>Verkaufspreis: 39,90 €</li>



<li>Gewinn laut Wirt: &#8222;Eh nix&#8220;</li>



<li>Emotionale Rendite: Chronischer Selbstmitleidsschub alle 15 Sekunden</li>



<li>Erklärung: &#8222;Die Energiepreise und de Personalkostn san so hoch!&#8220;</li>



<li>Beobachtung: Küche auf Gas, aber der Porsche vom Chef ist elektrisch – <em>eh wos G´scheits für´s Klima, net?</em></li>



<li>Lösung: keine in Sicht</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Die große Gastro-Lüge: Wir machen kein Geld</h2>



<p>Natürlich verdienen sie <em>nix</em>. Deshalb gibt’s jetzt auch den dritten Standort, der wie die ersten beiden auf &#8222;konzeptuelle Regionalität mit asiatischem Twist&#8220; setzt. Der Koch ist ein 20-jähriger Backpacker aus Wales, das Service outsourced auf zwei vietnamesische Influencer mit +60k Followern, die nur reden, wenn die Kamera läuft. Aber dafür wird &#8222;nachhaltig gedacht&#8220; – man denkt ans Geld, das nachhaltig (auf´s Konto vom Wirten) fließt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="558" src="https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2025/08/inflation-gastro-1024x558.jpg" alt="Ein Schnitzel mit Zitrone, Persilkartoffel und einer kleinen Schüssel mit Preiselbeeren, Stichwort Gastro.
(c) AdobeStock" class="wp-image-5187" title="Inflation bei 3,5% – Gastro kostet das zig-fache, verdient aber &quot;nix&quot; – #Wirtshausdystopie 2" srcset="https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2025/08/inflation-gastro-1024x558.jpg 1024w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2025/08/inflation-gastro-300x164.jpg 300w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2025/08/inflation-gastro-768x419.jpg 768w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2025/08/inflation-gastro-150x82.jpg 150w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2025/08/inflation-gastro-450x245.jpg 450w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2025/08/inflation-gastro.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Schnitzel werden kleiner, Beilagen kosten extra, aber dafür steigen die Preise, kurz: Gastro in Österreich.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Quo vadis, Austria?</h2>



<p>Vielleicht sind wir bald ein Land ohne Wirte, nur mit Automaten. Oder mit hippen Food-Start-ups, die &#8222;Kaiserschmarrn Experience&#8220; für 28,90 € im Einmachglas verkaufen. Vielleicht zahlen wir bald CO₂-Steuer auf’s Ausatmen im Gastgarten und Trinkgeld per NFT. </p>



<p>Vielleicht steuern wir in eine Zukunft, wo man sich für ein Essen nicht mehr schick macht, sondern vorher noch schnell den Dispo-Rahmen erhöht. Wo man ein Wirtshaus betritt wie einen Escape Room – nur kommt man mit weniger raus, als man reingegangen ist. Vielleicht ist die Gastronomie bald nur mehr für Touristen gedacht und für Inländer gibt’s Kantinenpflicht.</p>



<p>Oder wir hören einfach auf, uns verarschen zu lassen. Und kochen wieder selbst. Wird eh Zeit, dass das Wasser für die Nudeln wieder brodelt – irgendwo muss die Hitze ja hin, wenn der Wirt keine Gäste mehr hat. </p>



<p>Österreich, du herrliche Farce. Zwischen Apfelstrudel und Abzocke, zwischen Kummer und Ketchup. Bon appétit.</p>



<p>(Bilder: AdobeStock)</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die dunkle Seite der Hüttenromantik – in den hohen Preisen sind »etwaige Strafen« eingepreist</title>
		<link>https://www.k2-magazine.com/huetten-in-hohen-preisen-strafen-eingepreist/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[2theMax]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Mar 2024 08:36:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dolm der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Alm]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzpolizei]]></category>
		<category><![CDATA[Hütte]]></category>
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		<category><![CDATA[Preise]]></category>
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		<category><![CDATA[Steuer]]></category>
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					<description><![CDATA[In einer am Ende des Tages gar nicht so überraschenden Enthüllung gab der heimische Hüttenwirt Sepp R. (Anmerkung: Name der Redaktion bekannt) zu, dass die teils astronomischen Preise für ein Würstel mit Pommes auf seiner Almhütte nicht nur auf den Kosten für die hochwertigen Zutaten beruhen. Nein, es gibt einen viel &#8222;dunkleren&#8220;praktischeren&#8220; Grund für die [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>In einer am Ende des Tages gar nicht so überraschenden Enthüllung gab der heimische Hüttenwirt Sepp R. (Anmerkung: Name der Redaktion bekannt) zu, dass die teils astronomischen Preise für ein Würstel mit Pommes auf seiner Almhütte nicht nur auf den Kosten für die hochwertigen Zutaten beruhen. Nein, es gibt einen viel &#8222;dunkleren&#8220;praktischeren&#8220; Grund für die exorbitanten Preise: die Notwendigkeit, etwaige <a href="https://www.k2-magazine.com/oevp-will-ueberstunden-von-der-steuer-befreien/" data-type="post" data-id="3106">Strafen für Schwarzarbeit</a> und/ oder für die fehlende Registrierkassa zu decken.</p>



<p>&#8222;Wissen sie, es ist nicht einfach, eine Hütte in den Bergen zu betreiben&#8220;, erklärt der Wirt unter Zusicherung seiner Anonymität. &#8222;Die Pacht für diese Aussicht ist astronomisch, und die Instandhaltungskosten für ein Gebäude in dieser Höhe sind wahnsinnig. Also mussten wir kreativ werden und unsere »schwarze Seite« monetarisieren.&#8220;</p>



<p>Und kreativ waren sie in der Tat. Statt den ehrlichen Weg zu gehen und ihre Mitarbeiter und -innen fair zu entlohnen, entschied sich der Hüttenwirt dafür, die potenziellen Bußgelder für Schwarzarbeit einfach in die Menüpreise einzukalkulieren. &#8222;Es ist wie eine Versicherung&#8220;, scherzt der Wirt. &#8222;Wir preisen etwaige Strafen aufgrund einer Steuerprüfung einfach ein, damit wir uns keine Sorgen machen müssen, sollten wir irgendwann einmal erwischt werden. Oder glauben sie wirklich, dass ein halber Liter Schmelzwasser mit Himbeersirup und ein Germknödel tatsächlich 24,90 Euro wert sind?&#8220;</p>



<p>Auf die Frage, ob er keine ethischen Bedenken habe, antwortet der Wirt mit einem augenzwinkernden Schulterzucken. &#8222;Ethik? Nun ja, das ist relativ. In den Bergen haben wir unsere eigenen Regeln. Und auf der Alm gibt´s ja bekanntlich keine Sünden.&#8220;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="524" src="https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/03/huette-1024x524.jpg" alt="Kaiserschmarren, Stichwort Strafen.
(c) AdobeStock" class="wp-image-3549" title="Die dunkle Seite der Hüttenromantik – in den hohen Preisen sind »etwaige Strafen« eingepreist 3" srcset="https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/03/huette-1024x524.jpg 1024w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/03/huette-300x154.jpg 300w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/03/huette-768x393.jpg 768w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/03/huette-150x77.jpg 150w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/03/huette-450x230.jpg 450w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/03/huette.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">So ein kleines Kaiserschmarrenpfandl kostet schon mal gut und gerne 17,90 Euro – schließlich muss man ja rechtzeitig darauf schauen, dass man genug auf der sicheren Seite hat, sollte die Finanzpolizei einmal vorbeischauen.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Wareneinsatz + Gewinnzuschlag + etwaige Strafen = Verkaufspreis</h2>



<p>Die Enthüllung hat in der Almhüttenbranche für Aufsehen gesorgt, und es wird erwartet, dass die örtlichen Behörden nun »überall« (Anmerkung: und nicht nur in der Steiermark und in Kärnten, wo sogar <a href="https://kaernten.orf.at/stories/3250448/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">gestandene Finanzbeamte ob der Masse an Betrügereien erstaunt</a> sind) genauer hinsehen werden. Während die Öffentlichkeit über diese Enthüllung debattiert, bleibt eine Erkenntnis unbestreitbar: Wenn die Preise auf einer Hütte höher sind als die Gipfel, auf die sie blickt, gibt es vielleicht mehr in der Speisekarte zu lesen als nur Gerichte.</p>



<p>K2 – wir betreiben nebenbei die Hütte &#8222;Zum schwarzen Schaf&#8220;. Seit 1999.</p>



<p>(Bilder: Pixabay.com, AdobeStock)</p>
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