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	<title>NRW2024 &#8211; K2-Magazine</title>
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	<description>Wir durchleuchten Fakten. Alle. Eventuell. Und wir schreiben darüber. Ernst. Eventuell.</description>
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	<title>NRW2024 &#8211; K2-Magazine</title>
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		<title>Nehammer-VP verliert 11,2% und feiert »immer noch« mit Burger, Alkohol &#038; Psychopharmaka</title>
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		<dc:creator><![CDATA[2theMax]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Oct 2024 09:01:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politics]]></category>
		<category><![CDATA[Nehammer]]></category>
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					<description><![CDATA[29.09.2024 – in einem epischen NR-Wahlabend, der für das Geschichtsbuch geschrieben wurde, hat die ÖVP unter Parteichef Karl Nehammer trotz eines Verlustes von über 11% ihre Fäuste in die Luft gerissen und die Wahl wie einen fulminanten Sieg gefeiert. Mit einem leichten Zucken im Augenwinkel erklärt der Parteivorsitzende: „Wir haben zwar verloren, aber das auf beeindruckende [...]]]></description>
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<p>29.09.2024 – in einem epischen NR-Wahlabend, der für das Geschichtsbuch geschrieben wurde, hat die ÖVP unter Parteichef Karl Nehammer trotz eines Verlustes von über 11% ihre Fäuste in die Luft gerissen und <a href="https://orf.at/stories/3371346/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">die Wahl wie einen fulminanten Sieg gefeiert</a>. Mit einem leichten Zucken im Augenwinkel erklärt der Parteivorsitzende: „Wir haben zwar verloren, aber das auf beeindruckende Art und Weise! Es ist ein klarer Auftrag der Wähler, dass wir uns nicht unterkriegen lassen. Schließlich haben wir immer noch Stimmen. Und das ist, was zählt!“</p>



<p>Die Feierlichkeiten, die als „größter Sieg der Niederlage“ in die Annalen eingehen sollen – und bestätigten Gerüch(t)en zufolge immer noch andauern –, fanden in der pompös geschmückten Politischen Akademie der Volkspartei statt, wo den Anwesenden Burger, Alkohol und – wer hätte es gedacht – eine Runde Psychopharmaka serviert wurden. „Wir wollen damit sicherstellen, dass alle die Realität so sehen, wie wir es tun“, sagte ein gut gelaunter Parteistratege und hob sein Glas.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Nehammer fühlt sich als »wahrer Sieger«</h2>



<p>Der Parteivorsitzende betont in seiner Rede: „Es geht nicht um die Prozentzahlen, es geht um das Gefühl. Und wir haben das Gefühl, gewonnen zu haben.“ Ein tiefer Schluck aus dem Bier, gefolgt von einem Biss in den Burger, und schon wirkt das Wahlergebnis gleich viel angenehmer.</p>



<p>Eine Mitarbeiterin der Partei erklärte, dass man vor allem den Verlust als „eine Art kreativen Erfolg“ sehe. „Wir sind nicht gescheitert, wir haben lediglich neue Wege gefunden, Wählerstimmen zu ignorieren,“ erklärte sie stolz und reichte eine Packung Beruhigungsmittel an den nächsten Kollegen weiter.</p>



<p>Während sich einige Parteimitglieder fragten, ob sie die Prozentzahlen richtig gelesen hätten, erklärte ein anderer voller Freude: „Verlieren ist das neue Gewinnen! Man muss es nur richtig verkaufen.“ Und so folgte auf das 11%-Debakel die feierlichste Niederlage der Partei seit Bestehen. „Uns kann nichts aufhalten – nicht einmal unsere Wähler! Und wenn wir so weitermachen, verlieren wir bei der nächsten Wahl vielleicht noch mehr – und haben dann erst recht einen weiteren wichtigen Grund zu feiern“, rief ein begeisterter Funktionär in die Runde, bevor er zu seinem achten Burger griff.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="608" src="https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/10/oevp-wahlsieger-1024x608.jpg" alt="Ein Lost-Place-Saal mit &quot;Koal&quot; an die Wand geschrieben, Stichwort Nehammer.
(c) Pixabay.com/ K2" class="wp-image-4383" title="Nehammer-VP verliert 11,2% und feiert »immer noch« mit Burger, Alkohol &amp; Psychopharmaka 1" srcset="https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/10/oevp-wahlsieger-1024x608.jpg 1024w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/10/oevp-wahlsieger-300x178.jpg 300w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/10/oevp-wahlsieger-768x456.jpg 768w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/10/oevp-wahlsieger-150x89.jpg 150w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/10/oevp-wahlsieger-450x267.jpg 450w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/10/oevp-wahlsieger.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Hier im großen Saal zeugt momentan nur noch das &#8222;Koal&#8220; (Anm.: Nehammer) mit großem Herz von der durchaus ausschweifenden Siegesparty der ÖVP.</figcaption></figure>



<p>Psychologen zufolge könnte die Siegesfeier eine Form der &#8222;Selbstmedikation&#8220; darstellen. &#8222;Verluste dieser Größenordnung müssen erst einmal verarbeitet werden. Da kann eine Kombination aus Alkohol, Fast Food und medikamentöser Unterstützung durchaus helfen, die Realität zu ignorieren,&#8220; so Dr. Sigmund F. Assungslos, Experte für politische Verdrängungsmechanismen.</p>



<p>Politische Beobachter sind sich jedenfalls einig: Der <a href="https://www.k2-magazine.com/brunner-nach-bruessel-hydrant-hatte-keine-zeit/" data-type="post" data-id="4016">Erfolg der ÖVP</a> liegt darin, dass sie selbst die bitterste Pille mit einem breiten Lächeln schluckt – und das offenbar mit reichlich Flüssigkeitshilfe – denn wer braucht schon Wähler, wenn er eine fette Party haben kann?</p>



<p>K2 –&nbsp;wir nehmen auch Psychopharmaka mit Alkohol. Seit die ÖVP in der Regierung ist.</p>



<p>(Bilder: AdobeStock, Pixabay.com/ K2)</p>
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		<title>#NRW2024: VoKaKi stellt »Führeranspruch« und bestellt schon Pferde für die Polizei</title>
		<link>https://www.k2-magazine.com/nrw2024-kickl-stellt-fuehreranspruch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[2theMax]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Sep 2024 08:11:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politics]]></category>
		<category><![CDATA[Führeranspruch]]></category>
		<category><![CDATA[Kickl]]></category>
		<category><![CDATA[NRW2024]]></category>
		<category><![CDATA[Pferde]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach dem erwarteten Wahlsieg der FPÖ bei der Nationalratswahl 2024 (NRW2024) hat Parteichef Herbert Kickl keine Zeit verloren und prompt den »Führeranspruch« für sich beansprucht. „Es ist völlig logisch, dass ich jetzt nicht nur Kanzler, sondern auch oberster Führer dieses Landes bin“, erklärte Kickl in einem ersten Hintergrundgespräch mit ausselektierten Medien, während im Hintergrund schon [...]]]></description>
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<p>Nach dem erwarteten Wahlsieg der FPÖ bei der Nationalratswahl 2024 (NRW2024) hat Parteichef <a href="https://www.k2-magazine.com/vokaki-massnahmenkatalog-nach-der-nr-wahl/" data-type="post" data-id="4293">Herbert Kickl</a> keine Zeit verloren und prompt den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BChrerprinzip" target="_blank" rel="noreferrer noopener">»Führeranspruch«</a> für sich beansprucht. „Es ist völlig logisch, dass ich jetzt nicht nur Kanzler, sondern auch oberster Führer dieses Landes bin“, erklärte Kickl in einem ersten Hintergrundgespräch mit ausselektierten Medien, während im Hintergrund schon Vorbereitungen für die nächste Großkundgebung liefen. „Die Wähler haben eindeutig entschieden, dass wir mehr Kontrolle, mehr Ordnung und definitiv auch mehr Pferde brauchen.“</p>



<p>In einer ersten Amtshandlung würde Kickl auch umgehend 10.000 Pferde für die Polizei bestellen. „Die Pferde werden hervorragende Arbeit leisten, sie sind wahre Patrioten und werden unser Land sicherer machen. Und es ist einfach praktisch: Mit Pferden können unsere Polizisten Staus umgehen und im Notfall über parkende Autos springen. Außerdem sieht es viel einschüchternder aus – wir wollen ja, dass die Bevölkerung weiß, wer hier das Sagen hat“, schwärmte der selbst ernannte VoKaKi und versprach gleichzeitig, dass jedes Pferd eine eigene Uniform sowie eine eigene Dienstpistole bekommen werde.</p>



<p>Auf die Frage, ob das nicht doch etwas altmodisch sei, sagte Kickl: „Altmodisch? Die Zukunft gehört denen, die Traditionen bewahren. Warum sollten wir uns auf moderne Technologien verlassen, wenn ein guter, alter Gaul die Sache auch regeln kann? Außerdem gibt’s keine Parkprobleme mehr – Pferde kann man überall anbinden.“</p>



<p>Die Bevölkerung reagierte gemischt. Während einige der Meinung waren, dass die Rückkehr zu Pferden eine „ganz normale Fortsetzung“ der FPÖ-Politik sei, äußerten andere Bedenken, dass das Land bald im Mittelalter landen könnte. „Solange wir nicht auch noch Schwerter und Rüstungen für die Polizei anschaffen, ist alles in Ordnung“, meinte ein verunsicherter Bürger.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Führeranspruch – frag nach bei den Römern</h2>



<p>Auf Nachfrage, ob er sich durch die Nutzung des Begriffs „Führer“ ungeschickt ausgedrückt habe, winkte Kickl ab: „Das ist doch lächerlich. Das ist ein ganz normaler Titel, den es in vielen erfolgreichen Ländern gibt – fragen sie mal bei den Römern oder den Habsburgern nach. Außerdem haben wir schon die passenden Uniformen entworfen.“</p>



<p>In der Zwischenzeit planen die möglichen Koalitionspartner, vor allem die ÖVP, eilig ein „Notbündnis“ mit der SPÖ und den NEOS, um das Kanzleramt zu&#8230; den Rechtsruck in Österreich zu verhindern. Doch Experten zweifeln daran, dass dies gelingen wird: „Die Pferde sind bereits unterwegs.“</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="579" src="https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/09/fuehreranspruch-1024x579.jpg" alt="Ein auf dem Rücken liegendes Pferd, Stichwort Führeranspruch.
(c) AdobeStock" class="wp-image-4336" title="#NRW2024: VoKaKi stellt »Führeranspruch« und bestellt schon Pferde für die Polizei 2" srcset="https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/09/fuehreranspruch-1024x579.jpg 1024w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/09/fuehreranspruch-300x170.jpg 300w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/09/fuehreranspruch-768x434.jpg 768w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/09/fuehreranspruch-150x85.jpg 150w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/09/fuehreranspruch-450x254.jpg 450w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/09/fuehreranspruch.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die ersten Pferde, die VoKaKi Kickl besichtigte, stellten sich lieber tot bevor sie als Polizeipferde dienen müssten.</figcaption></figure>



<p>Die übrigen Parteien kritisierten den Führeranspruch Kickls scharf. Die Grünen warnten vor erhöhtem Methanausstoß, die Neos bemängelten die zusätzlichen Kosten für Hufschmiede, und die SPÖ fragte sich, warum niemand einfach Fahrräder bestellen konnte.</p>



<p>Bundespräsident Van der Bellen reagierte wie gewohnt gelassen: „Ich bin gespannt, ob die Pferde im Parlament parken dürfen. Ich hoffe nur, sie hinterlassen keine Spuren im Plenarsaal.“</p>



<p>K2 – wir reiten auch. Auf einer einsamen Insel.</p>



<p>(Bilder: AdobeStock)</p>
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		<title>Österreich hat gewählt – Zeitmaschine in die Vergangenheit inklusive!</title>
		<link>https://www.k2-magazine.com/nr-wahl-zeitmaschine-in-die-vergangenheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[2theMax]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Sep 2024 10:14:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politics]]></category>
		<category><![CDATA[2024]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalratswahl]]></category>
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		<category><![CDATA[Rechtsruck]]></category>
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					<description><![CDATA[Zeitmaschine: Sonntag, 29. September 2024, 17 Uhr. Die erste Hochrechnung nach der Nationalratswahl offenbart die bittere Wahrheit, die so überraschend ist wie ein Wiener Schnitzel auf der Speisekarte. Das Unvermeidliche ist eingetreten. Österreich wird nicht mehr von der Sonne wachgeküsst, sondern von einem mächtigen Rechtsruck förmlich aus dem Bett katapultiert. Experten sind sich einig: Die [...]]]></description>
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<p>Zeitmaschine: Sonntag, 29. September 2024, 17 Uhr. Die erste Hochrechnung nach der Nationalratswahl offenbart die bittere Wahrheit, die so überraschend ist wie ein Wiener Schnitzel auf der Speisekarte. Das Unvermeidliche ist eingetreten. Österreich wird nicht mehr von der Sonne wachgeküsst, sondern von einem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtspopulismus" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mächtigen Rechtsruck</a> förmlich aus dem Bett katapultiert. Experten sind sich einig: Die Uhr wurde offiziell auf „so ca. 1933“ zurückgedreht, als die Grenzen noch „feste Mauern“ und die Familienbilder schwarz-weiß waren. „Endlich!“, seufzen viele, während sie ihre (Alu-)Hüte aufsetzen und wieder anfangen, vor dem Radio zu sitzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">&#8222;Es lebe das Heimatministerium!&#8220;</h2>



<p>In den Redaktionen überschlagen sich die Headline-Maschinen: &#8222;Rechtsruck&#8220;, &#8222;Dramatische Wendung&#8220; und natürlich &#8222;Schockierendes Ergebnis!&#8220; (Wobei das &#8218;Schockierende&#8216; lediglich darin besteht, dass es nicht schockierend ist.) Die Expertenrunde im Fernsehen diskutiert munter: &#8222;War es die Angst vor der Zukunft oder einfach nur die Liebe zur Vergangenheit?&#8220; Ein Kommentator entgegnet trocken: &#8222;Vielleicht war es auch einfach die Angst vor schnellem Internet.&#8220;</p>



<p>Die siegreichen Politiker der neuen Regierungskoalition feiern. Der designierte Kanzler tritt ans Mikrofon: &#8222;Es ist Zeit, Österreich wieder zu einem Land zu machen, in dem die Menschen stolz darauf sind, dass hier alles so bleibt, wie es immer schon war – ein Land ohne Kompromisse, aber dafür mit umso mehr Schranken. Wir werden das Land endlich von gefährlichen Trends wie internationaler Zusammenarbeit, Umweltschutz und Menschenrechten befreien!&#8220; </p>



<p>Als Highlight der neuen Legislaturperiode wird bereits ein eigenes Heimatministerium angekündigt, das sich um &#8222;Identitätssicherung&#8220; kümmern soll – auf Deutsch: um das Aufstellen noch höherer Grenzzäune.  Und – ganz wichtig: Jede politische Entscheidung wird künftig mit einem Seidl Bier und einem zünftigen Marsch der Blasmusik unterlegt sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">&#8222;Heim ins Reich&#8220; – aber nur, wenn es vorher ordentlich geputzt wurde</h2>



<p>Die Siegerpartei hat große Pläne. Im Wahlprogramm stand auf Seite 2 (gleich nach dem Punkt „Freiheit für alle – außer für die anderen“), dass man den Begriff „Heimat“ jetzt auch gesetzlich definieren will. Wer nicht mindestens drei Generationen Ahnen aus dem gleichen Bezirk vorweisen kann, bekommt einen automatischen Umzugsgutschein in die „urbane Randzone“. Inklusive Umzugs-Lkw – bezahlt von Steuergeldern, die ja endlich sinnvoll verwendet werden sollen.</p>



<p>Ein weiterer Kernpunkt des Programms der mutmaßlich neuen Kanzlerpartei: Das „Fremdsprachenverbot“ – nicht zu verwechseln mit dem „Fremdenverbot“, das ja schon noch länger diskutiert wird. Um das Sprachbewusstsein zu stärken, dürfen ab 2025 nur noch Mundarten – selbstverständlich ausschließlich <a href="https://www.k2-magazine.com/noe-bussgelder-fuers-gendern-rueckwirkend/" data-type="post" data-id="2060">genderfrei</a> – gesprochen werden, die im „Atlas der heimatlichen Zungen“ eingetragen sind. Eine Ausnahme gilt für Touristengebiete, dort wird eine neue Universalsprache eingeführt: „GrüßdiLand“. Sie besteht aus den Wörtern &#8222;Grüß Gott&#8220;, &#8222;Bier&#8220;, &#8222;Kaiserschmarrn&#8220;, &#8222;Schnitzel&#8220; und &#8222;Passt scho!&#8220;.</p>



<h2 class="wp-block-heading">&#8222;Modernisierung? Das hatten wir doch schon mal!&#8220;</h2>



<p>Natürlich dürfen die neuen alten Versprechen nicht fehlen: mehr Sicherheit, weniger Fremde, härtere Strafen – und natürlich das große Thema der &#8222;Digitalisierung&#8220;. Aber keine Sorge, damit ist nicht etwa die flächendeckende Einführung von Breitbandinternet gemeint. Nein, die neue Regierung hat etwas viel Besseres im Sinn: Eine App, die anzeigt, wo der nächste Stammtisch mit Gleichgesinnten stattfindet.</p>



<p>&#8222;Wir werden die Digitalisierung für unsere Werte nutzen&#8220;, verspricht der Innenminister in spe, während im Hintergrund schon die ersten Apps installiert werden, die automatisch Fake News über die neuesten Klimawandel-Mythen verbreiten. &#8222;Denn wahre Freiheit bedeutet, selbst zu entscheiden, an was man glauben will – <a href="https://www.k2-magazine.com/betreutes-denken-vs-eigenes-denken/" data-type="post" data-id="4287">ob es nun Fakten sind oder alternative Fakten</a>.&#8220;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schulpolitik: Zurück zur Kreidetafel!</h2>



<p>Entsprechend wird auch in der Bildungspolitik kräftig an den Stellschrauben gedreht, wo das kritische Denken abschafft und durch &#8222;gesundes Volksempfinden&#8220; ersetzt wrid. Weg mit den Tablets, den digitalen Tafeln und diesem neumodischen Schnickschnack! Zukünftig werden die Kinder wieder lernen, wie man mit Feder und Tinte schreibt. „Das schult die Fingerfertigkeit und hilft den Jungen, sich wieder wie in einer richtigen Gemeinschaft zu fühlen“, erklärt ein Sprecher, der anonym bleiben möchte, weil er selbst heimlich ein braunes »iPhone 88 pro« besitzt. Man spricht von einer „tiefen Rückbesinnung auf die Werte der Vergangenheit“. Gerüchteweise sollen auch die altbewährten Rohrstöcke ein Comeback feiern.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="626" src="https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/09/nrwahl-1024x626.jpg" alt="Eine alte Kreidetafel aus Holz zum Schreiben, Stichwort Zeitmaschine.
(c) Pixabay.com" class="wp-image-4316" title="Österreich hat gewählt – Zeitmaschine in die Vergangenheit inklusive! 3" srcset="https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/09/nrwahl-1024x626.jpg 1024w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/09/nrwahl-300x184.jpg 300w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/09/nrwahl-768x470.jpg 768w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/09/nrwahl-150x92.jpg 150w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/09/nrwahl-450x275.jpg 450w, https://www.k2-magazine.com/wp-content/uploads/2024/09/nrwahl.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">So sehen die neuen/ alten Tablets für unsere Schüler aus.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">EU-Austritt: Per Zeitmaschine zurück zu den Wurzeln, aber erstmal Pause machen</h2>



<p>Und als Höhepunkt der rechten Wahlrevolution plant Österreich eine Art EU-Austritt-Light. Man wolle ja „schon noch dazugehören“, aber nicht so richtig. „Eine Pause von Brüssel“, lautet die Devise, weil man auch mal „durchatmen“ müsse. Schließlich könne ein zu intensives Zusammenleben die österreichische Seele belasten. Eine „EU-Auszeitkarte“ für ungestörte Jahre mit „unabhängigen Entscheidungen“ wird vorbereitet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Abschließende Worte</h2>



<p>Es ist also einiges los in der Alpenrepublik, aber keine Sorge: Nach ein paar Jahrzehnten kann sich die politische Landschaft bestimmt wieder beruhigen. Bis dahin freuen wir uns auf eine Rückkehr zu Katalysator freien Autos , Volksmusik und Schwarz-Weiß-Fernsehen. Und wer nicht ins Bild passt, der muss sich halt anpassen – oder auswandern. Aber nur so lange, bis die Grenzen dann wirklich zu sind. </p>



<p>Österreich ist für die Zukunft bereit – aber nur, wenn die Zukunft aussieht wie die Vergangenheit.</p>



<p>K2 – wir haben schon eine einsame Insel gefunden und planen alles weitere. Seit 1999.</p>



<p>(Bilder: AdobeStock, Pixabay.com)</p>
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